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Fußball-Europameisterschaft 2016

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Fußball-Europameisterschaft 2016

Fußball-Europameisterschaft 2016

Nahrungsergänzungsmittel in Fußball und Wettkämpfen: Unsinn oder doch clever? 

 

Bald ist es wieder so weit: Deutschland - unsere Nation - vertreten von genialen und individuellen Super-Fußballern mit multi-kulturellem Hintergrund, die nur ein Ziel im Auge haben: Gerstengras. Nein Spaß beiseite. Selbstverständlich den Gewinn der Europameisterschaft. Als amtierende Weltmeister stehen unsere Jungs ein wenig unter Zugzwang und die peitschende Stimmung bei der Fußball-Europameisterschaft in Frankreich entfacht steigendes Interesse an diesem Wettbewerb. Das alles führt bei uns zu der Frage, ob Profis in bestimmten Wettbewerbssituationen auf Nahrungsergänzungsprodukte zurückgreifen oder nicht.  

 

Wie sinnvoll sind Nahrungsergänzungsmittel in (Leistungs)Sport? 

Egal, ob in der Amateurliga oder auf höchstem Niveau: Das Training und die sportliche Anforderung wird zunehmend anspruchsvoller und intensiver. Viele Profi- als auch Hobby-Sportler greifen zunehmend auf natürliche Ergänzungsprodukte zurück, um ihre Leistung zu optimieren und die Regeneration zu verbessern. Und das ist auch überhaupt kein Wunder: Mittlerweile gibt es gefühlt Millionen von Produkten mit den verlockendsten Versprechungen. Steigerung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit, Muskelaufbau und Muskelregeneration, Verbesserung des Blutbildes und und und. Da ist es nicht verwunderlich, dass manch einer den Überblick verliert und skeptisch wird. Doch wie machen das z.B. unsere Fußball-Helden? Nehmen die Nahrungsergänzungsmittel oder bestimmte Präparate in Wettbewerbssituationen wie Fußball-Meisterschaften? 

 

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Gerstengras und Fußball? Passt das? 



 

 

Das sagt der DFB zum Thema Ergänzung und Sport

Nahrungsergänzungen sind heutzutage nicht mehr wegzudenken. Warum? Ganz einfach, weil die heutige Leistungsgesellschaft uns im Allg. wenig Zeit erlaubt und die Leistungsanforderung kontinuierlich steigt. Das gilt auch für den Profi-Fußball. Deshalb hat sich der Deutsche Fußballbund (DFB) zum Thema „Nahrungsergänzungsmittel“ geäußert und die Sinnhaftigkeit aus deren Sicht dargelegt. Leistungsstarke Trainingseinheiten und Wettkämpfe wie die EM 16 erfordern einen hohen Mehrbedarf an Energie und Nährstoffen. Gut, das sollte uns allen bewusst und plausibel sein. Weiterhin sagt der DFB, dass sie in diesen Fällen besonders darauf achten, dass ihre Sportler die benötigten Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente durch eine kontrollierte Ernährung ausreichend abdecken. Es kann aber im Zuge eines Fußballspiels zu einem geringen Nährstoffmangel kommen. Der Mangel an einem oder mehreren bestimmten Nährstoffen kann dabei durchaus durch eine gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll ausgeglichen werden. 

 

Ohne Wasser geht gar nichts!


Ohne ausreichend Wasser findet keine optimale Leistung statt, sodass bereits geringe Flüssigkeitsdefizite deutliche Leistungseinbußen zur Folge hat, denn ein Spieler kann mit ausgeschöpften Energiereserven beispielsweise dem Training bzw. Spiel nicht mehr angemessen folgen, so der DFB. Deshalb wird eine Einnahme von Kohlenhydraten kurz vor oder nach intensiver sportlicher Betätigung empfohlen, um die Glykogenspeicher vor dem Wettkampf oder Training „aufzuladen“ bzw. nach der Belastung schnell wieder aufzufüllen. Dafür sollte mindestens jeweils 1 g/ kg Kohlenhydrate in den ersten beiden Folgestunden aufgenommen werden. 

Die Profis brauchen Muskeln! Um Muskeln aufzubauen, kann die zeitnahe Einnahme von Aminosäuren von Vorteil sein. Der DFB stützt sich dabei auf die Ergebnisse neuerer Studienbefunde und sagt, dass die Kohlenhydrataufnahme bei Vorhandensein spezieller Aminosäuren nach der Belastung effektiver erfolgt.

Speziell in Hinblick auf die Wettkampfsituation ist eine Supplementierung von Vitaminen und Mineralstoffen laut DFB nicht von Bedeutung. Eine besondere Beachtung schenkt der DFB Vitamin D, denn es "verbessert die Kalziumeinlagerung in den Knochen, baut Entzündungen ab und stabilisiert das Immunsystem". 
 

Zusammenfassung

Laut DFB verhilft eine ausgewogene Ernährung dem Körper zu höherer Leistungsfähigkeit. Diese Erkenntnis unterstreichen wir voll und ganz. Hobby- und Leistungssportler, die gezielt und diszipliniert auf ihre Ernährung jeden Tag achten, brauchen im Großen und Ganzen keine ergänzende Unterstützung. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel spielt laut DFB am ehesten eine Rolle direkt im zeitlichen Umfeld von Training und Wettkampf, beispielsweise um Glykogen- und Flüssigkeitsspeicher aufzufüllen sowie optimale Wettkampfvoraussetzungen zu schaffen. 

Der DFB hat zum Schluss noch eine Warnung ausgesprochen, denn es gibt Nahrungsergänzungsmittel mit verbotenen Substanzen, die den Wettbewerb zerren und somit zum Ausschluss führen (Doping). Eine Studie der Sporthochschule Köln ergab, dass 10 bis 20 % der Nahrungsergänzungsprodukte für den Sportbereich verbotene Substanzen enthalten. Diese Stoffe können während des Produktionsprozesses entstanden sein oder aus den Rohstoffen stammen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte bei der Auswahl geeigneter Nahrungsergänzungsmittel auf die sogenannte Kölner Liste achten. Dabei handelt es sich um eine Auflistung von sämtlichen Produkten, die auf Dopingsubstanzen getestet und als unbedenklich erachtet worden sind. Darunter befinden sich unter anderem auch das natürliche Lebensmittel Gerstengras, was unbedenklich ist und von vielen Atlethen im Profisport genutzt werden. Einer der berühmtesten Sportler ist mit Sicherheit unser Basketball-Riese Dirk Nowitzki. 

 

 

 

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