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Gerste

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Gerstengras|Gerste (hordeum vulgare)

Gerste gehört zu den ältesten Kultur- und Heilpflanzen überhaupt und ist ein Lebensmittel mit einem hohen kulturellen sowie historischen Bezug. Ursprungsgebiete der Gerste sind die östliche Balkanregion und der Orient. Die ältesten Funde der Gerste lassen sich auf 11.000 vor Christus datieren und wurden auf dem Peloponnes gemacht. Man hat herausgefunden, dass schon um 7.000 vor Christus eine systematische Züchtung mehrzelliger Gersten stattgefunden hatte, weil damals schon die Heilpflanze als Lebensmittel sehr begehrt war und als Hauptnahrungsquelle galt. In Mitteleuropa wurde während der Jungsteinzeit ca. 5.000 vor Christus die Gerste ebenfalls als Heilpflanze angebaut. Damit zählt die Gerste ebenfalls zu den ältesten Getreidearten Europas und Asiens. Der sehr lange historische Bestand der Gerste wird durch die niedrige Anforderung der Gerste an ihre Umgebung gefördert, weil Gerste auch mit ungünstigen Boden- und Wetterbedingungen sehr gut zurechtkommt. Gerste gedeiht am besten auf tiefgründigen und gut durchfeuchteten Böden. 

Die Gerste ist eine besonders starke Heilpflanze und mit dem Weizen verwandt. Während die Gerste heute als Brotgetreide in den Hintergrund gerückt ist, war Gerste bis ins 16. Jahrhundert die wichtigste und am weitesten verbreitete Getreidesorte in Deutschland. 

 

 

 

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Die Gerste ist eine sehr alte Heilpflanze

 

 

 

 

 

Gerstengras|Gerste als Heilpflanze

Gerste ist ein Getreide und gehört zu den Gräsern. Die Gerste wird Einjähring angebaut und kann bis zu 1,3 m hochwachsen. Gerste zählt zu den ganz großen Heilpflanzen. Gersten besitzen einblütige Ähren mit zwei schmalen Hülsenspelzen, die in der Regel in lange Grannen auslaufen. Ist die Gerste reif, hängen die vollen Ähren in einem Bogen ab. Die Gerstenkörner enthalten

 

 

|60% Kohlenhydrate

|12% Wasser

|11% Proteine

|10% Zellulose

|5% Vitamine und Mineralstoffe

|2% Fett

|0% Cholesterin

 

 

überwiegend in Form von Stärke. 

Die Gerste wird zwischen Sommergerste und Wintergerste unterschieden. Wintergerste wird im Herbst geernet und in der Regel als Tierfutter verwendet. Dagegen wird die Sommergerste im Frühjahr geernet und primär zum Bierbrauen genutzt. Heute wird Gerste überwiegend in Europa, Kanada, Russland und den USA angebaut. 

 

 

 

 

Gerstengras|Gerste und heutige Verwendung

Heute wird die Gerste meist mit Bier assoziiert. Gerste liefert viel Stärke und wenig Eiweiß und bildet damit eine sehr gute Grundlage für Malz, welches für die Bierproduktion essenziell ist. Heutzutage hat Weizen die Gerste von der Brotproduktion gedrängt. Trotzdem ist die Gerste weitaus mehr nutze als für die Produktion alkoholischer Getränke. In vielen Ländern wird Gerste oft als Grundnahrungsmittel eingesetzt. In der Küche entdecken immer mehr Naturköstler und ambitionierte Naturköche die Gerste für Ihre Kochkunst und sich selbst. 

Wird Gerste geröstet, kann sie zur koffeinfreien und gesunden Alternative zum üblichen Bohnenkaffee, dem Malzkaffee werden, weil geröstete Gerste nach einem Aufguss sehr entwässernd wirkt und Kraft spendet. Somit ist die Gerste als Heilpflanze sehr vielfältig einsetzbar. 

 

 

 

 

 

Studien und Quellen:

 

"Barley: Health Benefits, Nutritional Value & Forms", Organic Facts, (Gerste: Gesundheitliche Vorteile, Nährwert und Nährstoffe) (Quelle als PDF)

Brandenburger V, "Die Gerste in der Geschichte und im Leben der Völker",(Quelle als PDF)

Shen Y et al , "In vitro and in vivo antioxidant activity of polyphenols extracted from black highland barley", Food Chem, März 2016, (Die antioxidative Wirkung von Polyphenolen – in vitro und in vivo – die aus schwarzer Hochlandgerste extrahiert wurden)(Quelle als PDF)

"Neuer Haupttäter – Weizen-Unverträglichkeit durch Zucker möglich", 3sat, September 2015,(Quelle als PDF)

Lee YM et al, "Bioactives in Commonly Consumed Cereal Grains: Implications for Oxidative Stress and Inflammation", J Med Food, November 2015, (Bioaktive Substanzen in häufig gegessenen Getreidekörnern: Die Wirkungen auf oxidativen Stress und Entzündungen)(Quelle als PDF)

"Barley", The World’s Healthiest Foods, (Gerste)(Quelle als PDF)

Behall KM et al, "Diets containing barley significantly reduce lipids in mildly hypercholesterolemic men and women", Am J Clin Nutr, November 2004, (Speisepläne, die Gerste enthalten, reduzieren Lipide bei Männern und Frauen mit leicht erhöhtem Cholesterinspiegel)(Quelle als PDF)

Anderson JW et al, "Whole grain foods and heart disease risk", J Am Coll Nutr, Juni 2000, (Vollkornlebensmittel und das Risiko für Herzkrankheiten)(Quelle als PDF)

Bazzano LA et al, "Dietary fiber intake and reduced risk of coronary heart disease in US men and women: the National Health and Nutrition Examination Survey I Epidemiologic Follow-up Study", Arch Intern Med, September 2003, (Die Nahrungsaufnahme von Ballaststoffen reduziert das Risiko für koronare Herzkrankheiten bei US-amerikanischen Männern und Frauen: Die "National Health and Nutrition Examination Survey I Epidemiologic Follow-up"-Studie)(Quelle als PDF)

Tsai CJ et al, "Long-term intake of dietary fiber and decreased risk of cholecystectomy in women", Am J Gastroenterol, Juli 2004, (Die langfristige Einnahme von Ballaststoffen und das verminderte Risiko für Cholezystektomie bei Frauen)(Quelle als PDF)

Erkkilä AT et al, "Cereal fiber and whole-grain intake are associated with reduced progression of coronary-artery atherosclerosis in postmenopausal women with coronary artery disease", Am Heart J, Juli 2005 (Die Zufuhr von Ballaststoffen und Vollkorn wird mit einem reduzierten Fortschreiten von Arteriosklerose bei Frauen nach den Wechseljahren mit Herzkrankheiten assoziert) (Quelle als PDF)

Vinjé S et al, "The gut microbiome as novel cardio-metabolic target: the time has come! ", Eur Heart J, April 2014, (Die Darmflora als neuartiges kardiometabolisches Target: Die Zeit ist reif!)(Quelle als PDF)

Maria De Angelis et al, "The role of whole-grain barley on human fecal microbiota and metabolome", ASM, September 2015, (Die Rolle von Vollkorngerste in Bezug auf menschliche Mikrobenflora und Metabolom)(Quelle als PDF)

Behall KM, "Comparison of hormone and glucose responses of overweight women to barley and oats", J Am Coll Nutr, Juni 2005, (Der Vergleich von Hormon- und Blutzucker-Reaktionen bei übergewichtigen Frauen durch Gerste und Hafer)(Quelle als PDF)

Nilsson AC et al, "Increased gut hormones and insulin sensitivity index following a 3-d intervention with a barley kernel-based product: a randomised cross-over study in healthy middle-aged subjects", Br J Nutr, September 2015, (Die Zunahme des Darmhormon- und Insulinempfindlichkeits-Index nach einer 3-D-Intervention mit einem auf Gerstenkörnern basierenden Produkt: eine randomisierte Cross-over-Studie mit gesunden Personen mittleren Alters)(Quelle als PDF)

Cade JE et al, "Dietary fibre and risk of breast cancer in the UK Women's Cohort Study", Int J Epidemiol, April 2007, (Ballaststoffe und das Risiko für Brustkrebs in der "UK Women's Cohort"-Studie)(Quelle als PDF)

Cheng D et al, "Inhibitory effect on HT-29 colon cancer cells of a water-soluble polysaccharide obtained from highland barley", Int J Biol Macromol, Juli 2016, (Die hemmende Wirkung auf HT-29 Darmkrebszellen durch wasserlösliche Polysaccharide, die aus Hochlandgerste gewonnen wurden)(Quelle als PDF)

Meng TX et al, "Melanin biosynthesis inhibitory activity of a compound isolated from young green barley (Hordeum vulgare L.) in B16 melanoma cells", J Nat Med, Juli 2015, (Die hemmende Wirkung eines Stoffes auf die Melaninbiosynthese in B16-Melanomzellen, der aus jungem Gerstengras (Hordeum vulgare L.) isoliert wurde)(Quelle als PDF)

Ghavami L et al, "Effects of barley β-glucan on radiation damage in the human hepatoma cell line HepG2", Mutat Res Genet Toxicol Environ Mutagen, Dezember 2014, (Die Wirkungen von Beta-Glucan der Gerste auf Strahlenschäden in der menschlichen Hepatoma-Zelllinie HepG2)(Quelle als PDF)

Van Hung P et al, " Phenolic Compounds of Cereals and Their Antioxidant Capacity", Crit Rev Food Sci Nutr, Januar 2016, (Phenolverbindungen in Getreidearten und ihre antioxidative Wirkung)(Quelle als PDF)

 

Diese Informationen und Studien werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker. Erfahrungswerte, die zusätzlich angegeben werden, sind echte Erfahrungen aus der Praxis (siehe Referenzen). 

 


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