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Gesunde Haare

Gesunde und volle Haare

 

 

Haare|Gesellschaftliche Bedeutung

 

Gesunde und volle Haare - diesen Wunsch hegen längst nicht mehr nur Frauen.

Selbst wenn es aus medizinischer Sicht keinen hohen Nutzen unserer Kopfbehaarung mehr gibt: Die Bedeutung unserer Haare für uns ist enorm. Nicht selten investieren wir viel Zeit und Geld in die Pflege unserer Haare, den Verlust der Haare fürchten vor allem Männer.

 

Länger, voller, dichter - die Wunschliste an unsere Haare ist lang. Die Bedeutsamkeit des Haares ist kein neuartiges Phänomen unserer modernen westlichen Gesellschaft. Über die Zeit hat sich eine regelrechte Haar-Kultur entwickelt, sodass in vielen europäischen Kulturkreisen Haare eine besondere Bedeutung zugewiesen wird.

Die Haare auf dem Kopf haben für den Menschen eine sehr große Bedeutung gewonnen, und Haarausfall wird meist als Mangel oder Defizit empfunden. In vielen Kulturen werden die Haare besonders frisiert und prägen so zu einem beachtlichen Teil das äußere Erscheinungsbild. Die Verteilung des Haarkleides weist ein für den Menschen charakteristisches Muster auf spielen eine außerordentlich wichtige Rolle für das soziale und psychologische Miteinander.  

Die Relevanz der Haare lässt sich nicht zuletzt an dem Aufwand an Zeit und Geld erkennen, der für die Haarpflege aufgewendet wird. Studien haben belegt, dass viele Frauen während der Lebenszeit für Ihre Haarpflege mehrere Monate, in Einzelfällen sogar Jahre an Zeitaufwand betreiben. Haare sind aber nicht nur für Frauen, sondern auch für Männer ein wichtiges Thema.

 

Gerstengras und gesunde Haare

David Beckham, Bill Kaulitz, Brad Pitt…. Das sind einige Namen beim "starken Geschlecht", die hohen Wert auf ihre Haare legen. Haare tragen entscheidend dazu bei, wie wir von anderen gesehen werden und wie wir uns selbst sehen; und es hat eine Vielzahl realer psychologischer und sozialer Konsequenzen. Die Konsequenzen sind so erheblich, dass viele Männer Angst davor haben, die Haare zu verlieren. Von der typischen Erscheinungsform des männlichen Haarausfalls, der erblich bedingten Alopezie, sind nach Studienergebnissen weltweit mehrere Hundert Millionen Männer betroffen. Nach einer Studie des EMNID Instituts haben 40 Prozent der deutschen Männer im Alter von 30 bis 50 Jahren bei sich Haarausfall festgestellt. 15 Prozent haben zumindest stark ausgeprägte Geheimratsecken, und 3 Prozent nur einen Haarkranz.

Die meisten Männer empfinden Haarverlust zumindest als unangenehm. Für einige ist er mit ernsten psychischen Problemen verknüpft. Im Kampf gegen die Glatze wenden Männer beträchtliche Mittel wie Zeit und Geld auf.  

 

 

Haare|Aussehen zählt

Aus medizinischer und biologischer Sicht sind Haare heutzutage nicht überlebenswichtig. Die Gesellschaftsforscher und renommierte Pädagogen sind sich einig: Wenn es um Haare geht, geht es in allererster Linie um das Aussehen.

 

 

 

Gerstengras & Haare

Ist jemand mit seinen Haaren unzufrieden, so ist dieser jemand mit seinem Aussehen unzufrieden. Die Haare haben sich zu einem ganz zentralen und psychologischen Sinn entwickelt.

Die immense Bedeutung des Haares wird auch über die Signalfunktion gegeben, die für unser soziales Leben außerordentlich bedeutsam sind. Haare liefern zum Beispiel Hinweise auf das Alter, das Geschlecht, die ethnische Gruppe, die soziale Gruppe, den sozialen Rang und nicht zuletzt auf die Individualität.

Für viele Menschen sind Haare heutzutage wichtig, weil sie entscheidenden Einfluss auf die äußere Erscheinung haben und wichtige Informationen über ihren Träger vermitteln.

 

Haare|Was ist das?

Haare bestehen aus Horn und sind lange Hornfäden. Biologisch betrachtet besitzen Haare weder Blutgefäße noch Nerven und werden von Medizinern als "Hautanhanggebilde" bezeichnet. Haarwurzel in der Kopfhaut produzieren Haarzellen. Die Haarzellen drücken sich nach oben und werden zu so genannten Spindeln. Die Spindeln bilden dann lange Hornfasern, die sich untereinander verdrehen und schließlich zu einem Haar werden.

 

Haare|Statistik 

Im Durchschnitt besitzt ein Mensch über 5 Millionen Haare auf dem Körper –auf dem Kopf sind es zwischen 100.000 und 150.000 Haare. Haarausfall ist keine Seltenheit mehr und jeder Mensch, ob Frau oder Mann, hat Haarausfall. Ein einzelnes Haar wächst pro Tag etwa 0,3 Millimeter und kann je nach Wachstumsrhythmus bis zu 6 Jahre alt werden. Dann fällt es aus und nach einer kurzen Ruhepause wächst ein neues Haar. 100 bis 150 Haare fallen täglich aus. Bei durchschnittlich 100.000 bis 150.000 Haaren, die der Mensch auf dem Kopf hat, fällt dies nicht weiter auf. Erst wenn über einen längeren Zeitraum hinweg viel mehr Haare ausfallen, gibt es Grund zur Besorgnis.
 

Forschungsergebnisse belegen, dass allein in Deutschland ca. 12 Millionen Menschen unter Haarausfall leiden. Viele verschiedene Faktoren können Haarausfall auslösen.

Durch Vergiftungen, Pilzinfektionen der Kopfhaut, chronische Erkrankungen und Einnahme bestimmter Medikamente können Haarausfälle entstehen. Aber auch Stress, Amalgamplomben, Umweltgifte oder Vitaminmangel können dazu führen, dass die Haarpracht zuerst dünner werden und bei langanhaltendem Mangelzustand ganz ausfallen.

 

 

Gesundes Haar|Tipps und Anwendungsmöglichkeiten

Volles, kräftiges Haar steht für Jugend und Gesundheit. Wie die Haut spiegelt auch das Haar das Alter und den Gesundheitszustand seines Trägers. Wichtig für kräftiges und volles Haar sind gesunde Haarwurzel. Die Nährstoffe gelangen mit dem Blut über kleine Blutgefäße in sogenannte Haarpapille. Haarpapille ist für die Bildung neuer Haarzellen verantwortlich, die sich besonders aktiv teilen. Haarzellen können durch äußere Pflegeprodukte nicht ernährt werden. Haarzellen brauchen für die notwendige Energie viele Nährstoffe, um ständig neues Haar produzieren zu können. Folgende Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente sind für gesunde Haare essenziell:

Vitamine, Gerstengras & gesundes Haar

|1 Vitamin A

Vitamin A ist für Wachstum von Haut und Haar sehr wichtig, denn es sorgt Haarkraft, Haarwachstum und Haargeschmeidigkeit. Ein Mangel an Vitamin A kann zu Störungen und Haarausfall führen. Vitamin A ist enthalten in Leber, Butter, Käse, Gemüse wie Karotten, Spinat, Grünkohl, Chicoree und Broccoli sowie gelbe Obstsorten.

 

|2 Vitamin B

Vitamin B - vor allem Vitamin B3 Niacin, Vitamin B5 Panthotensäure und Vitamin B6 Pyridoxin - regeln die Aktivität der Talgdrüsen und aktivieren wichtige Stoffwechselvorgänge in der Haarwurzel. Vitamin B stärkt die Kopfhaut, hält sie gesund und schützt vor Entzündungen. Gute Vitamin B-Lieferanten sind Fleisch, Eigelb, Hefe, Nüsse, Hülsenfrüchte und Weizenkeime.

 

|3 Vitamin C

Vitamin C trägt viel zu einem gesunden Haarwuchs bei. Vitamin C wird für die Eisenbindung an roten Blutkörperchen benötigt, sodass Mit Hilfe von Vitamin C Eisen zu den Haarwurzeln gelangen kann. Vitamin C ist in den vielen Zitrusfrüchten enthalten und in vielen Gemüsesorten.

 

|4 Vitamin H (Biotin)

Vitamin H (Biotin) hilft Haaren, eine bessere Haarstruktur und Haarglanz zu bekommen. Dadurch schließen sich die Schuppen am Haarschaft enger zusammen, sodass auch Spliss keine Chance hat. Zusätzlich hält Vitamin H (Biotin) die Haut geschmeidig und verhindert Entzündungen. Dadurch wirkt es auch gegen Entzündungen der Haarwurzel. Folgende Lebensmittel sind gute Biotin-Lieferanten: Leber, Nieren, Getreideprodukte (Vollkornbrot und -nudeln, Naturreis, Haferflocken), Eigelb, Milchprodukte, Sojabohnen, Weizenkeime, Hefe, Erdnüsse und Champignons.

 

|5 Eisen

Eisen ist entscheidend für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich. Ohne das Spurenelement Eisen gibt es kein Wachstum in den Körperzellen – auch nicht in den Haarwurzeln. Eisen ist Bestandteil des Blutfarbstoffs Hämoglobin und versorgt jede Körperzelle mit dem lebenswichtigen Energiespender Sauerstoff. Deshalb kann Eisenmangel auch zu Haarausfall führen. Vor allem Frauen mit starker Monatsblutung oder nach Operationen sind gefährdet. Wichtigster Eisen-Lieferant ist Fleisch und Fisch, sodass Vegetarier eine Vitamin C-reiche Nahrung zu sich nehmen sollten, weil Vitamin C die Eisenaufnahme unterstützt. Ein zu hoher Kaffeegenuss kann dagegen Eisenmangel verstärken.

 

|6 Kupfer

Kupfer als Spurenelement verbessert die Haarstruktur und wird von vielen Enzymen benötigt, die an der Regulierung von Stoffwechselprozessen beteiligt sind. Darunter fallen auch Haarzellen. Kupfermangel führt zu dünne und brüchige Haare. Reich an Kupfer sind Vollkornprodukte, Haferflocken, Weizenkeimen, Hülsenfrüchte, Nüsse, Trockenobst und Hefe.

 

|7 Zink

Zink ist ein essentielles Spurenelement und für den Stoffwechsel unentbehrlich. Zink ist Bestandteil einer Vielzahl von Enzymen und erfüllt im Körper viele wichtige Funktionen. Für  ein gesundes Wachstum und Widerstandsfähigkeit von Haut, Haaren und Nägeln ist eine ausreichende Zinkzufuhr wichtig. Zink kann im Körper nicht gespeichert werden und muss daher regelmäßig über Nahrung eingenommen werden. Starke Zink-Lieferanten sind Rindfleisch, Schweinefleisch, Geflügel, Eiern, Milchprodukte und Vollkornprodukte.

 

|8 Proteine

Proteine sind für die Haare sehr wichtig, denn Haare bestehen aus dem Protein Keratin. Diese hornähnliche Substanz baut sich zu einem großen Teil aus Proteinen auf, dem Grundgerüst aller Zellen. Aus diesem Grunde ist eine eiweißhaltige Ernährung sehr wichtig, um kräftiges Haar zu bekommen und den Haaraufbau zu fördern. Biologisch wertvoll ist pflanzliches Eiweiß aus Kartoffeln, Getreide, Soja und tierisches Eiweiß aus Fleisch, Eiern und Käse.

 

|9 Chlorophyll

Durch Chlorophyll werden Blut, Haare und Haut verjüngt. Chlorophyll ist maßgeblich für die Blutneubildung entscheidend. Durch die Neubildung und Reinigung des Blutes und der Blutgefäße kann gesundes Haarwuchs gefördert werden.  

 

 

 

Gerstengras|Wundermittel gegen Haarausfall?

Viele renommierte Mediziner und Ärzte haben nach den Ursachen für Haarausfall und Haarwuchs geforscht. Dabei machte die amerikanische Ärztin Dr. Cindy Berry nach jahrelanger Forschung im Bereich Haarausfall eine überraschende Entdeckung: „Die meisten Menschen aus Asien und Afrika kennen das Problem Glatze nicht.“ 

Die meisten Männer und Frauen in diesen Gebieten haben bis ins hohe Alter volles, gesundes und kräftiges Haar. Dr. Cindy Berry führt diese Tatsache auf deren Ernährung zurück, und Gerstengras zählt in diesen Kulturkreisen zu den Hauptnahrungsergänzungsmitteln. 

Gerstengras gegen Haarausfall

Graue Haare enstehen, weil inaktive oder beinahe abgestorbene Pigmentzellen im gesamten Körper entstehen und Haaren Ihre Stoffe und Nährstoffe abziehen. Früher haben Wissenschaftler vermutet, dass das Haar im Lauf der Zeit grau wird, da eine Art von natürlich auftretendem "Toxin" die Fähigkeit des Melanins, Haarschäfte mit Farbe zu sättigen, beeinträchtigt. Melanin ist die vom Körper produzierte Substanz, das Haare, Haut und Augen färbt.

Aber erst neueste Forschungen von Wissenschaftlern der University of Bradford in Großbritannien konnten den genauen biologischen und chemischen Vorgang für graue Haare herausfinden. Es stellte sich heraus, dass der Haupttäter ein Überschuss an Wasserstoffperoxid ist, das von Haarzellen natürlich produziert wird.

Haarzellen bei Menschen jeden Alters produzieren ein wenig Wasserstoffperoxid. Wenn wir älter werden, sterben sukzessiv Pigmentzellen in unseren Haarfollikeln im Lauf der Zeit ab. Fehlt in einem der Haarfollikel Pigmentzellen, enthält diese Haarsträhne wenig Melanin und nimmt eine transparentere Farbe an - wie grau, silber oder weiß - während sie wächst. Durch das Älter werden gibt es weniger Pigmentzellen, um Melanin zu produzieren. Letzendlich wird das Haar vollständig grau aussehen.

 

 

 

Studien, Quellen und Bilder:

 

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