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Säure-Basen-Haushalt

Säure-Basen-Haushalt

Säure-Basen-Haushalt

 

 

 

 

Säure-Basen-Haushalt|Sauer ist nicht lustig

Um den Säure-Basen-Haushalt beschreiben zu können, nehmen wir gerne die Uhr als Beispiel. Tickt bzw. funktioniert eine Uhr richtig, wird die Zeit richtig angezeigt. Funktioniert der Säure-Basen-Haushalt richtig, wird die Gesundheit richtig angezeigt. Greifen in einem Uhrwerk die kleinen und großen Rädchen richtig ineinander, funktioniert die  Uhr einwandfrei und tickt, und tickt und tickt. So ähnlich ist unser Säuren-Basen-Haushalt zu vergleichen, denn er ist eine Selbstregulation des Körpers, die den Stoffwechsel in Balance hält. Wenn der Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht kommt, laufen dementsprechend viele wichtige Körperfunktionen nicht mehr rund.

Sehr oft wird der Säure-Basen-Haushalt als eine Waage bildhaft präsentiert. Das trifft auf den Kern, denn die chemische Regulation im menschlichen Körper wird entscheidend durch das Zusammenspiel von Säuren und Basen bestimmt. Demnach regelt der Säure-Basen-Haushalt 

|1 Atmung

|2 Kreislauf

|3 Verdauung

|4 Ausscheidung

|5 Immunsystem und hormonelles System

 

Anhand des ph-Wertes lässt sich der Übersöuerungsgrad messen. Dieser wird aus der Menge an Säure-Ionen im Wasser berechnet und in einer logarthmischen Skala von |0-14 angegeben. Je niedriger der pH-Wert, umso stärker der Säuregrad, ein pH-Wert von |7 ist neutral. In den verschiedenen Körperflüssigkeiten wie Blut, Lymphe, Urin sowie in den Geweben und Organen liegen spezielle pH-Werte vor. Im Körper wchseln sich im Tag- und Nachtrhythmus "Säure- und Basenfluten" sowie "Säure- und Basenebben", die mit den Gezeiten der Meere vergleichbar sind. 

Die Waage zwischen Wohlbefinden und Kranksein

Durch die heutige säurelastige Ernährungs- und Lebensweise mit viel Fleisch, Wurst, Eiern, Softdrinks und auch Stress sind unsere Ausscheidungsorgane Lunge, Nieren und Darm oft überlastet. In diesem Fall springt die Haut ein, die ebenfalls ein Ausscheidungsorgan ist und scheidet die zu viel an Säuren und Schadstoffen aus. Länger bestehende Störungen in diesem System führen zu einer Übersäuerung (Azidose). 

Wann stelle ich eine Übersäuerung an mir fest? 

Folgende Signale können auf eine Übersäuerung hindeuten:

|1 Schnelle Ermüdbarkeit

|2 mangelnde Konzentrationsfähigkeit

|3 verminderte Leistungsfähigkeit

|4 Erschöpfung

|5 schnelles Frieren

|6 kalte Hände und Füße

|7 Kopfschmerzen

|8 gesteigerte Infektanfälligkeit

|9 Stimmungsschwankungen (Übersäuerte sind meist "nöckeliger")

|10 Gliederschmerzen

|11 verstärkter Schweißgeruch (Achsel und Füße)

|12 verstärkter Ausfluss

|13 Blähungen

|14 Verstopfung oder Durchfall

|15 Haar- und Nagelprobleme

 

 

 

 

Fehlerhafter Säure-Basen-Haushalt|Folgen

Ein gesunder Körper ist in der Lage, eine vorübergehende Übersäuerung zu regulieren. Auf unserer Körperfläche ist eine große Anzahl von Schweißdrüsen verteilt. Besonders zahlreich sind Schweißdrüsen an den Fußsohlen und an den Handinnenflächen, mit ca. 600 Stück pro cm² Haut. Deshalb können Schadstoffe und Säuren besonders gut über diese Regionen ausgeschieden werden, sodass das Phänomen „Schweißfüße“ auf unangenehme Weise riechbar ist.

Warum? 

Schweiß besteht zu |99% aus Wasser sowie Natrium, Kalium, Magnesium, Harnstoff, Harnsäure, Aminosäuren, Fettsäuren, Ammoniak, Zucker, Milchsäure, Cholesterin Ascorbinsäure. Fußschweiß kann z.B. auf eine Nieren- und Blasenschwäche hindeuten und damit auch auf eine Übersäuerung. Auch die Bereiche der Unterschenkel und Kniekehlen sowie der Unterarme und Armbeugen sind ausgeprägte Schweißregionen, die vom Organismus zur Säureausscheidung genutzt werden.

Um die Haut optimal zu reinigen und damit lästige Schweißbildungen ein Ende zu bereiten, hat sich in der Praxis basischhaltige Lebensmittel wie Gerstengras als auch basische Körperpflege mit einem ph-Wert von |8-8,5 in Form von fuß- und Vollbädern, Wickeln, Strümpfen und Stulpen bewährt. Basischhaltige Lebensmittel sorgen darüber hinaus für eine effektive Entsäuerung des gesamten Organismus und somit für einen ausbalancierten Säure-Basen-Haushalt.

 

 

 

Babys|Geboren in der perfekten Säure-Basen-Balance

Was den Säure-Basen-Haushalt angeht kommen Babys perfekt zur Welt, idealerweise kommen sie natürlich gesund zur Welt. Durch die biologische Mutterversorgung befindet sich der Säure-Basen-Haushalt absolut im Gleichgewicht. Im Laufe des Lebens schleichen sich jedoch immer früher säurelastige Genußmittel, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten ein, die den Säure-Basen-Haushalt aus der Balance bringen. Zu den säurehaltigen Genüssen aber auch Einflüssen zählen

|1 Tierische Proteine

|2 Fertigprodukte

|3 Fast Food

|4 Zuckerhaltige Weißmehlprodukte

|5 Süßigkeiten

|6 Süßstoffe

|7 Stress

|8 Angst

|9 Hektik

|10 Umweltbelastungen (Pestizide, Schwermetalle)

|11 Übertriebener oder zu wenig Sport

|12 Gebrauch von Deos und Fußsprays (Duftstoffe, Aluminiumhydroxid)

 

Folgende Lebensmittel sind säurehaltig bzw. basisch: IPEV-Nahrungsmitteltabelle (siehe Studie als Quelle). Experten empfehlen, dass die basischen Lebensmittel |70-80% und säurende Lebensmittel |20-30% der gesamten Nahrungsmenge ausmachen sollten. 

 

 

 

 

 

 

 

Säure-Basen-Haushalt|Welcher Stoffwechseltyp bin ich? 

Anhand der Symptome ist zu erkennen, zu welchen der drei Stoffwechseltypen Sie am ehesten gehören. Häufig sind auch Mischtypen möglich. Die Zuordnung zu einem der drei Typen erleichtert Ihnen, die Symptome zu verstehen und aktiv etwas dagegen zu unternehmen.

Vor dem Hintergrund der Individualität des Menschen und der Unterschiedlichkeit der auftretenden Symptome differenzieren Säure-Basen-Experten zwischen drei Stoffwechseltypen – der Ausscheider, der Strukturverzehrer und der Ablagerer. Alle drei Typen beschreiben Stoffwechselvorgänge, die der Organismus vollzieht, um auf ein Übermaß an Säuren und Schadstoffen sinnvoll zu reagieren.

 

|1 Typ: Der Ausscheider

Der Ausscheider scheidet die Schadstoffe und Säuren direkt aus. Bei immer mehr Menschen wird die Haut als Ausscheidungsorgan aktiv. Dies zeigt sich vor allem an den Füßen z.B. in Form von Fußschweiß. Mögliche Folgen von schwitzenden Füßen können z.B. Fußpilz oder Warzen sein. Außerdem kann eine beschleunigte Hautzellenteilung zu Schuppenflechte oder Hyperkeratose (verstärkte Hornhautbildung) führen. Auch offene, nicht heilende Stellen an den Füßen und Unterschenkeln können auftreten.

 

|2 Typ: Der Strukturverzehrer

Der Strukturverzehrer scheidet nicht alle Schadstoffe und Säuren aus. Säuren, die nicht ausgeschieden werden, greifen unsere Gewebe an, führen zu Entzündungen und gefährden unsere Säure-Basen-Balance. Deshalb muss sie unser Organismus neutralisieren. Werden die dafür erforderlichen Mineralstoffe nicht genügend über die Ernährung zugeführt, versorgt sich der Organismus aus Nägeln, Sehnen, Knorpeln, Bändern und Knochen. Dadurch können eingewachsene Fußnägel, Nagelbettenentzündungen, Knochenhautentzündungen, Achillessehnenentzündungen oder – risse, Bänder-, Kapsel- und Kreuzbandrisse, Fuß- und Sprunggelenkarthrose, Osteoporose und Ermüdungsbrüche aber auch Neurodermitis, Venenleiden, kalte oder heiße Füße auftreten.

 

|3 Typ: Der Ablagerer

Was passiert, wenn Säuren und oder Schadstoffe nicht ausgeschieden werden? Richtig, sie werden gelagert. Zum Glück werden die Säuren und Schadstoffe neutralisiert, doch wenn die zu Salzen neutralisierten Säuren und Schadstoffe nicht ausgeschieden werden können, lagert der  Ablagerer sie als sogenannte Schlacke ab, umhüllt von Fett und verdünnt mit Wasser. An den Füßen können sich Ablagerungen wie geschwollene Füße, Fersensporn, Gicht (bevorzugt im großen Zeh) zeigen. Durch übermäßige Belastung und Fehstellung, durch zu enge, spitze oder kleine Schuhe sowie hohe Absätze können Spreizfüße mit der Folge eines Hallux valgus, aber auch Hammerzehen und schmerzhafte Schwielen, Hühneraugen sowie Blasen bis hin zu Knie- und Hüftarthrose entstehen.

 

Milieu

Ist das innere Milieu des Körpers durch einen unausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt gestört, z.B. durch Übersäuerung, Nährstoffmangel, Pilzbelastung etc., wirkt sich das auf die Widerstandsfähigkeit und Regenerationskraft aus. Bakterien, Viren und Pilze haben dank des übersäuerten Milieus ein leichtes Spiel, um sich auszubreiten. Gerade bei hartnäckigen Erkrankungen ist neben einer äußerlichen Behandlung wie z.B. mit basischen Vollbädern das Trinken von basischen Lebensmitteln zur Entsäuerung des Körpers zielführend. Aufgrund von folgenden Faktoren kann der Säure-Basen-Haushalt unausgeglichen sein:

|1 Mangelnde Wasserzufuhr

|2 Übersäuerung und Verschlackerung

|3 Gestörte Darmflora (u.a. Candidabefall) durch ungesunde Ernährung oder Medikamente (z.B. Antibiotika, Kortison)

|4 Umweltbelastungen wie Schwermetalle, Pestizide etc. 

 

 

 

"Der Erreger ist nichts, 

das Milieu ist alles!"

Claude Bernard
1813 - 1878, französischer Arzt und Physiologe, der viele Funktionen des Körpers erstmals entdeckte und belegte

 

 

 

 

 

Studien, Quellen und Bilder:

Dr. sc. nat. ETH Guido P. Jutz, Dr. med. Jean-Jacques Weidmann, Unser Säure-Basen-Haushalt Ursachen, Folgen und Verhütung der Übersäuerung im Körper

Markus Kosch, Roland M. Schaefer, Störungen des Säure-Basen-Haushalts,Studie als PDF

2004, Institut für Prävention und Ernährung, Ismaning, Nahrungsmitteltabelle, Studie als PDF

Haleh Khosreza, Regulation des Säure-Basen-Haushalt, Link als PDF

P. Jentschura / J. Lohkämper, Gesundheit durch Erntschlackung, Orgon Peter Jentschura Verlag, Münster

Bild 1 "Grüne Landschaftr": © Stephan Leyk - Fotolia.com

Bild 2 "Grüne Gräser": © marima-design - Fotolia.com

Diese Informationen und Studien werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschliesslich für Interessierte gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.