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Fructoseintoleranz

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Fructoseintoleranz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fruktoseintoleranz|Die Unverträglichkeit von Fruktose

In vielen unserer Lebensmittel ist Fructose enthalten – aber viele Menschen leider genau an dieser Unverträglichkeit. Um genau zu sein, circa jeder 3. Erwachsene in Deutschland und die Deutschen nehmen im Durchschnitt |45kg Zucker pro Kopf / pro Jahr zu sich. 

Fruktose (Fructose) oder auch Fruchtzucker genannt ist eine natürliche Zuckerform, die zu den Einfachzuckern gehört. Dieser gehört zu den wichtigen Zuckern, die bei dem Zellstoffwechsel beteiligt sind und auch als Zellbaustein und Energielieferant arbeiten. Fructose wird vom Darm aus zur Leber transportiert und dort dann weiterverarbeitet.

 

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Fruchtzucker kann schmerzhaft sein für die Beteiligten 

 

 

Zu einer Fructoseintoleranz kommt es, wenn der Körper die Fructose nicht richtig verwerten kann und somit der Verdauungstrakt gestört wird.

 

 

 

Fructoseintoleranz|Wie sieht es mit Haushaltszucker aus? 

Haushaltszucker besteht aus Saccharose. Saccharosemoleküle hingegen bestehen aus der Verknüpfung eines Glucose- und eines Fruktosemoleküls, was nicht gleichbedeutend mit einem Gemisch aus Glucose und Fruktose (Traubenzucker und Fruchtzucker) ist. Salz ist z.B. eine Verbindung aus Natrium und Chlor.

 

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Lange galt Fruktose als gesunde Alternative zu herkömmlichem Haushaltszucker

 

 

 

 

Fructoseintoleranz|3 verschiedene Formen

Die Verdauungsarbeit von Fructose beginnt im Mund. Von dort aus geht es mit der Zuckerverarbeitung im Dünndarm weiter. Der aufgenommene Mehrfachzucker muss solange im Dünndarm gespalten werden, bis daraus Einfachzucker entstehen. Nur dieser kann vom Körper weiter verarbeitet werden. Damit der Fruchtzucker in unseren Stoffwechsel gelangt, benötigen wir die passive Diffusion und einen speziellen Transporter, dem GLUT 5, der die Aufnahme erleichtert.

Bei einer Fructoseintoleranz unterscheidet man zwischen 3 verschiedenen Formen:

 

|1 Hereditäre Fructoseintoleranz

Diese Form ist eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie wird durch ein defektes Enzym, dem Aldolase B, ausgelöst, wodurch sich Fructose in der Leber, den Nieren und der Darmwand absetzt. Bei einer zu großen Einnahme kann es giftig sein und zu einer Unterzuckerung führen, da sich Glucose nicht mehr binden kann. Allerdings ist diese Form sehr selten und wird meistens schon bei Säuglingen diagnostiziert.

 

|2 Fructosurie

Hierbei handelt es sich um eine ungefährliche Stoffwechselerkrankung. Diese Form wird durch einen Gendefekt ausgelöst und verhindert, dass sich das Enzym Fructokinase, welches in der Leber bei dem Abbau von Fructose benötigt wird, nicht aktiviert. So entsteht eine Anhäufung von Fructose im Blut. Dieser Überschuss wird allerdings bei der Blutfilterung in den Nieren über den Urin ausgeschieden.

 

|3 Fructosemalabsoption

Ist jedoch dieser Transporter, von dem oben die Rede ist, nicht mehr fähig seine Aufgabe zu erledigen, kommt es zu einer Fructosemalabsoption. Ohne diesen Transporter gelangt der Fruchtzucker mit dem Nahrungsbrei in den Dickdarm. Infolgedessen verändert sich die Bakterienflora im Dickdarm. Dies kann aber auch durch zu viel aufgenommene Fructose geschehen. So vergärt Fructose im Dickdarm durch die Darmkeime und wird zu Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan, welche die Blähungen und den Durchfall auslösen. Aber wodurch die Transportstörung genau ausgelöst wird, ist noch unklar.

 

 

 

Fruchtzucker|Eine Bitte bzw. Warnung von Experten

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung bewirbt seit Jahren die Aussage fleißig, dass wir mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag essen sollen. Wenn wir aber ehrlich sind, hören wir doch eher unsere Mutter gedanklich im Hinterkopf schreien "Kind ess doch mal bitte nen Apfel"! (o: 

Experten sprechen sich mittlerweile für eine weitere Konkretisierung aus, sie sagen, dass wir "nur" 2 Portionen Obst und 3 Portionen Gemüse essen sollten, denn unser Obst enthält einen hohen Zuckeranteil in den Früchten. 

Die Experten weisen darauf hin, dass der Fruchtzucker im Körper als Fett eingelagert wird, sodass Stoffwechselerkrankte wie Diabetiker auf die Fruktoseaufnahme besonders achten sollten (Diabetes Typ-2). 

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An apple a day keeps the doctor away (o: - diesen Satz kennt wohl jeder von uns. Bei Fruktoseunverträglichkeit sollten man aber auch hierauf besonders Acht geben. Auch bei weiter verarbeiteten Lebensmittel wie Kinderketchup oder Mayonaise achten, denn meistens wird bei diesen Produkten die Fruktose aus Zuckerrohr und Rüben gewonnen, sodass die Süßkraft von Fruktose höher ist. 

|Foodwatch bezeichnet Fruktose als "Bad Guy" |

Foodwatch spricht sich seit längerem in Sachen Zucker für eine verbraucherfreundliche Kennzeichnung der Lebensmittel aus. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat sich zur Mission gemacht, den Zuckerkonsum generell einzuschränken. Laut WHO liegt der Zuckeranteil bei der Nahrungsenergie durchschnittlich bei 10% und möchten in Zukunft diesen Anteil auf 5% reduzieren. 

 

 

Fruktoseintoleranz|Symptome und Ursachen

Folgende Symptome setzen meisten nach 30 bis 90 Minuten nach dem Verzehr von fructosehaltigem Essen ein:

 

|Blähungen|

|Völlegefühl |

|Durchfall |

|Krämpfe |

|Übelkeit |

 

Zu den Ursachen von einer Fructoseintoleranz zählen falsche Ernährung, dauerhafter Stress, psychische sowie chronische Belastungen und Antibiotika.

 

 

 

Fruktose|Richtig Essen

Fructose kommt in vielen Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen vor, wie zum Beispiel in Früchten, Honig. Marmelade, Säfte und Smoothies. Äpfel zum Beispiel enthalten viele wichtige Nährstoffe. Aber auch Fruktose und früher dachte man, sie sei der bessere Zucker. Heute sehen die Experten dies ein wenig anders... 

Bei einer Fructoseintoleranz sollte man als erstes auf seine Ernährung achten. Fructosearme Lebensmittel sind Kartoffeln, Vollkorn, Fleisch, Fisch, Pilze, grünes Blattgemüse und Zucchini, sprich Gemüse. Da kommt wieder die Konkretisierung der Experten zur Geltung. 

Vor allem eine falsche Ernährung, bei der wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren und Aminosäuren fehlen, sind nicht vorteilhaft bei einer Fructoseintoleranz. Gerstengras kann bei dem Nährstoffmangel von Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Fettsäuren und Aminosäuren behilflich sein. So kann es sein, dass die Intoleranz durch die aufgenommenen Nährstoffe reduziert werden kann.

Bevor man aber die Fructoseintoleranz verringern möchte, sollte zuerst der Darm geheilt werden, denn ohne einen funktionierenden Darm ist dieses fast unmöglich.

Aber Gerstengras kann vorteilhaft sein. Mit Sicherheit haben Sie schon mal den Begriff Gerste gehört. Normalerweise wird mit diesem Getreide das deutsche Bier gebraut. Aber die Gerste kann noch so viel mehr, wenn sie ausgereift und geerntet werden kann. Es ist ein wunderbares natürliches Nahrungsmittel, welches uns eine reichhaltige Mischung aus den verschiedensten Mineralien, Vitaminen, Aminosäuren, Proteine zuschickt. Außerdem verfügt es über Chlorophyll von Eiweißrückständen und anderen Schlacken.

Gerstengras hat 30-mal so viel Vitamin B wie Kuhmilch, 11-mal so viel Calcium wie Kuhmilch, 7-mal so viel Vitamin C wie Orangen, 5-mal so viel Eisen wie Brokkoli und Spinat und 4-mal so viel Vitamin B1 wie in Weizenvollkorn, 2-mal so viel B-Carotin wie in Karotten und 2-mal so viel Kalium wie in Weizengras siehe Studien).

 

 

 

 

Studien, Bilder und Quellen:

https://www.alles-essen.de/lebensmittelunvertraeglichkeit/fruktosemalabsorption.html

https://www.apotheken-umschau.de/fruchtzuckerunvertraeglichkeit

"Fructosemalabsorption" und "Ernährungstherapie bei Fructosemalabsorption", Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Stand Mai 2012

 

Informationen zu Fruktose-Unverträglichkeit, aid-Infodienst, Stand Mai 2012

 

Fink: Ernährung und Diätetik, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft (WVG), 2. Auflage

 

Biesalski, Bischoff, Puchstein: Ernährungsmedizin, Thieme Verlag, 4. Auflage

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/fructose-intoleranz-ia.html#toc-fructose-intoleranz-die-symptome

https://www.netdoktor.at/krankheit/fruktosemalabsorption-8095

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