Fructoseintoleranz - Was ist das und wie erkennt man sie?


In vielen unserer Lebensmittel ist Fructose enthalten – aber viele Menschen leiden genau an dieser Unverträglichkeit. Um genau zu sein, circa jeder 3. Erwachsene in Deutschland.

Was ist überhaupt Fructose?

Fructose oder auch Fruchtzucker genannt, ist eine natürliche Zuckerform, die zu den Einfachzuckern, wie z. B. Traubenzucker, gehört. Fructose ist bei dem Zellstoffwechsel beteiligt und ist ebenso ein Zellbaustein und Energielieferant. Fructose wird vom Darm aus zur Leber transportiert und dort dann weiterverarbeitet.

Obst auf einem Tisch

Wie entsteht eine Fructoseintoleranz?

Zu einer Fructoseintoleranz kommt es, wenn der Körper die Fructose nicht richtig verwerten kann und somit der Verdauungstrakt gestört wird. Aber fangen wir mal von vorne an. Die Verdauungsarbeit von Fructose beginnt im Mund. Von dort aus geht es mit der Zuckerverarbeitung im Dünndarm weiter. Der aufgenommene Mehrfachzucker muss solange im Dünndarm gespalten werden, bis daraus Einfachzucker entsteht. Nur dieser kann vom Körper weiter verarbeitet werden. Damit der Fruchtzucker in unseren Stoffwechsel gelangt, benötigen wir einen speziellen Transporter (GLUT 5), der die Aufnahme erleichtert.

Warum bekommt man überhaupt eine Fructoseintoleranz?

Es gibt verschiedene Formen der Fructoseintoleranz

1. Fructosemalabsoption – Der Fruchtzucker schafft es nicht in unseren Stoffwechsel

Ist jedoch dieser Transporter, von dem oben die Rede ist, nicht mehr fähig seine Aufgabe zu erledigen, kommt es zu einer Fructosemalabsoption. Ohne diesen Transporter gelangt der Fruchtzucker mit dem Nahrungsbrei in den Dickdarm. Infolgedessen verändert sich die Bakterienflora im Dickdarm. Dies kann aber auch durch zu viel aufgenommene Fructose geschehen. So vergärt Fructose im Dickdarm durch die Darmkeime und wird zu Wasserstoff, Kohlendioxid und Methan, welche die Blähungen und den Durchfall auslösen. Aber wodurch die Transportstörung genau ausgelöst wird, ist noch unklar.

2. Hereditäre Fructoseintoleranz – erblich bedingt

Diese Form ist eine erblich bedingte Stoffwechselerkrankung. Sie wird durch ein defektes Enzym, dem Aldolase B, ausgelöst, wodurch sich Fructose in der Leber absetzt. So entsteht das Zwischenprodukt Fructose-1-Phosphat, welches unseren Stoffwechsel stört und zu schwerwiegenden Symptomen führt. Bei einer zu großen Einnahme kann es giftig sein und zu einer Unterzuckerung führen, da sich Glucose nicht mehr binden kann. Allerdings ist diese Form sehr selten und wird meistens schon bei Säuglingen diagnostiziert.

3. Fructosurie – eine Stoffwechselerkrankung

Hierbei handelt es sich um eine ungefährliche Stoffwechselerkrankung.

Diese Form wird durch einen Gendefekt ausgelöst und verhindert, dass sich das Enzym Fructokinase, welches in der Leber bei dem Abbau von Fructose benötigt wird, nicht aktiviert. So entsteht eine Anhäufung von Fructose im Blut. Dieser Überschuss wird allerdings bei der Blutfilterung in den Nieren über den Urin ausgeschieden.


Fructodeintoleranz Symptome Übersicht

Welche Symptome entstehen durch eine Fructoseintoleranz?

Folgende Symptome setzen meisten nach 30 bis 90 Minuten nach dem Verzehr von fructosehaltigem Essen ein:

• Blähungen

• Völlegefühl

• Durchfall

• Krämpfe

• Übelkeit

• Kopfschmerzen

Dies sind einige Symptome, die auftreten könnten.

Die Diagnose wird durch einen Arzt gestellt. Um eine Fructoseintoleranz festzustellen, wird ein Atemtest durchgeführt. Hierbei muss man auf nüchternen Magen eine bestimmte Menge Fructoselösung trinken und in gewissen Zeitabständen in ein Gerät pusten.


Ursachen einer Fructoseintoleranz

Zu den Ursachen von einer Fructoseintoleranz zählen falsche Ernährung, erblich bedingte Stoffwechselerkrankung, dauerhafter Stress, psychische sowie chronische Belastungen und Antibiotika. Vor allem eine falsche Ernährung, bei der wichtige Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Fettsäuren und Aminosäuren fehlen, sind nicht vorteilhaft bei einer Fructoseintoleranz.

Fructose in Lebensmitteln

Fructose kommt in vielen Lebensmitteln in unterschiedlichen Mengen vor, wie zum Beispiel in Früchten, Honig. Marmelade, Säfte und Smoothies. Fructosearme Lebensmittel sind Kartoffeln, Vollkorn, Fleisch, Fisch, Pilze, grünes Blattgemüse und Zucchini.

Unsere Tipps

Tipp 1: Achten Sie auf Ihre Ernährung und passen Sie Ihren Speiseplan an.

Tipp 2: Sorgen Sie für eine vitaminreiche Nährstoffversorgung.


BIO Gerstengras und Fructose

Unser Gerstengras enthält 1,5g Fructose auf 100g und weil man pro Tag meist nicht mehr als bis zu 15g Gerstengraspulver konsumiert, sind es wenn überhaupt nur kleinste Spuren von Fructose/Zucker die über unser Gerstengras aufgenommen werden.

Der Fructosegehalt in Gerstengras ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei Gerste um ein Süßgrasgetreide handelt und somit immer minimal rein natürlichen Zucker enthält.

Gerstengras Pulver in einer Schale